Cooper und Marston Hefner, Söhne des verstorbenen Playboy -Gründers Hugh Hefner, haben die Behauptungen ihrer Stiefmutter Crystal Hefner öffentlich zurückgewiesen, dass seine persönlichen Sammelalben ausbeuterische Bilder minderjähriger Mädchen enthielten. In der gegenüber HuffPost veröffentlichten Erklärung wird behauptet, dass die Brüder die Materialien über Jahrzehnte hinweg zusammen mit Forschern und Journalisten eingehend geprüft und keine derartigen Beweise gefunden hätten.
Der Kernstreit
Crystal Hefner, die von 2012 bis zu seinem Tod im Jahr 2017 mit Hugh Hefner verheiratet war, machte die Behauptungen auf einer Pressekonferenz zusammen mit der Anwältin Gloria Allred geltend. Sie behauptet, die Sammelalben enthielten nicht einvernehmliche Nacktfotos, darunter auch von jungen Frauen, sowie detaillierte Beschreibungen seiner sexuellen Heldentaten. Auf der Konferenz wurden keine Bilder oder Tagebucheinträge angezeigt. Das Paar reichte bei den Generalstaatsanwälten von Kalifornien und Illinois behördliche Beschwerden ein und forderte eine Untersuchung der Sammlung der Hugh M. Hefner Foundation.
Die Verteidigung der Söhne
Cooper und Marston Hefner bestehen darauf, dass die Sammelalben als historische Aufzeichnungen über das Leben ihres Vaters aufbewahrt wurden – ein Leben, das größtenteils in der Öffentlichkeit gelebt wurde. Sie argumentieren, dass über 25 Jahre Erfahrung mit den Materialien nie unangemessene Darstellungen von Minderjährigen zutage gefördert hätten. Ihre Stellungnahme betont die Notwendigkeit konkreter Beweise statt unbegründeter Anschuldigungen und fordert eine verantwortungsvolle Bewahrung der Archive durch Zusammenarbeit mit akademischen Institutionen.
„Wir glauben, dass Behauptungen dieser Größenordnung durch Beweise und Präzision gestützt werden sollten, nicht durch Implikationen ohne Beweise.“
Gegendarstellung von Crystal Hefner
Nach der Veröffentlichung des ersten Berichts antwortete Crystal Hefner auf Instagram und erklärte, dass sie dem öffentlichen Zugang zu privaten Bildern, die von ihr aufgenommen wurden, nicht zugestimmt habe. Sie behauptet, dass sie in den Sammelalben persönlich Hinweise auf sexuell eindeutige Bilder von jung aussehenden Mädchen gesehen habe. Sie richtete auch eine pointierte Bemerkung an ihre Stiefsöhne und deutete an, dass ihre eigenen Nacktbilder nicht in den Archiven enthalten seien.
Stiftung auf dem Prüfstand
Die 1964 gegründete Hugh M. Hefner Foundation wurde aufgrund der Vorwürfe unter die Lupe genommen. Die erklärte Mission der Stiftung besteht darin, Bürgerrechte und Freiheiten zu unterstützen, einschließlich des Schutzes durch den Ersten Verfassungszusatz und einer fortschrittlichen Drogenpolitik. Crystal Hefner behauptet, dass sie als CEO der Stiftung entlassen wurde, nachdem sie Bedenken hinsichtlich der Sammelalben und Tagebücher geäußert hatte. Weder die Stiftung noch der kalifornische Generalstaatsanwalt reagierten auf Anfragen nach Kommentaren. Die Generalstaatsanwaltschaft von Illinois bestätigte den Eingang der Beschwerde, hat jedoch noch keine Stellungnahme abgegeben.
Die Kontroverse beleuchtet das komplexe Erbe von Hugh Hefner und wirft Fragen zu Einwilligung, Ausbeutung und der Aufbewahrung persönlicher Archive auf. Das Ergebnis der Untersuchung wird darüber entscheiden, ob die Anschuldigungen begründet sind und welche rechtlichen Konsequenzen gegebenenfalls für die Stiftung oder Hefners Nachlass drohen.
