Neue Enthüllungen eines ehemaligen Produzenten werfen ein neues Licht auf die turbulente Beziehung zwischen der verstorbenen Schauspielerin Anne Heche und der Komikerin Ellen DeGeneres. Laut der Memoirenschreiberin Fran Weinstein unternahm Heche 1998 extreme Anstrengungen, um Gerüchte über eine „Dreiecksbeziehung“ mit dem Schauspieler Vince Vaughn zu unterdrücken, aus Angst, die Nachricht würde ihrer Beziehung zu DeGeneres schaden.

Das Gerücht, das eine Konfrontation auslöste

Die Kontroverse geht auf das Jahr 1998 zurück, als Heche den Neustart von Psycho bewarb. Damals gab es Gerüchte über eine mögliche Affäre zwischen Heche und Vince Vaughn am Set des Films „Return to Paradise“. Allerdings hatte Heche bereits eine hochkarätige Beziehung zu DeGeneres, was die Gerüchte für die damalige Zeit besonders brisant machte.

Laut Weinstein, einem ehemaligen Produzenten von Entertainment Tonight, erreichte die Spannung während eines Interviews ihren Höhepunkt. Weinstein behauptet, dass Heche eine sichtbare, heftige Reaktion zeigte, als das Thema Vaughn angesprochen wurde.

„Ich möchte nicht, dass du so etwas über Vince Vaughn sagst. Ich möchte nicht, dass meine Freundin davon erfährt“, sagte Heche angeblich zu Weinstein, nachdem die Aufnahme beendet war.

Ein hochriskanter Hollywood-Showdown

Was als Bitte um Diskretion begann, eskalierte Berichten zufolge zu einer hitzigen Konfrontation zwischen Branchenexperten. Weinstein beschreibt eine chaotische Szene, in der:

  • Angeblich folgten Publizisten und Manager Weinstein in ihr Hotelzimmer, um das Interviewband zu fordern.
  • Heche hat Berichten zufolge Weinstein zur Rede gestellt und seine Empörung darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Gerüchte mit einem Mangel an Respekt sowohl ihr als auch DeGeneres gegenüber behandelt würden.
  • Das Filmmaterial wurde unterdrückt, um sicherzustellen, dass DeGeneres nichts von Heches sprunghafter Reaktion auf den Klatsch zu diesem Zeitpunkt wusste.

Dieses Maß an Intensität verdeutlicht den enormen Druck, der Ende der 90er Jahre auf prominente Paare ausgeübt wurde, als die Schnittstelle zwischen Privatleben und öffentlichem Image von der aufstrebenden Boulevardzeitung zunehmend hinterfragt wurde.

Vince Vaughns Ablehnung

Während die Gerüchte darauf hindeuteten, dass Vaughn ein Dritter in der Beziehung war, beteuerte der Schauspieler stets seine Unschuld. In Erklärungen aus dem Jahr 1998 drückte Vaughn seine Frustration über die Erzählung aus und stellte fest, dass der Klatsch nicht nur seinem Ruf schadete, sondern auch seiner Familie Kummer bereitete.

„Es ist lustig, dass man mich als den Kerl bezeichnet, der Anne und Ellen auseinanderbringt“, erklärte Vaughn damals. Er betonte, dass die Behauptungen falsch seien und dass der Medienrummel allen Beteiligten unnötigen Schmerz bereite.

Historischer Kontext: Der Preis der Werbung

Dieser Vorfall dient als Momentaufnahme einer bestimmten Ära in Hollywood – einer Ära, in der die „Klatschmühle“ begann, erheblichen Einfluss auf das Privatleben der Stars auszuüben. Für Heche und DeGeneres, deren Beziehung einen Meilenstein in der Sichtbarkeit von LGBTQ+ darstellte, stand bei solchen Gerüchten sogar noch mehr auf dem Spiel.

Die Beziehung zwischen Heche und DeGeneres dauerte von 1997 bis 2000. Während Heche im Jahr 2022 verstarb, bieten diese neuen Berichte aus Weinsteins kommenden Memoiren „Tortured Soles“ einen seltenen Blick hinter die Kulissen, wie viel Mühe Stars auf sich genommen haben, um ihre private Realität vor der Öffentlichkeit zu schützen.


Schlussfolgerung
Der Bericht legt nahe, dass Anne Heches heftige Reaktion von dem Wunsch getrieben war, ihre Beziehung zu Ellen DeGeneres vor der Volatilität der Boulevard-Gerüchte zu schützen. Es unterstreicht den hohen emotionalen Preis der Promi-Kultur in den späten 1990er Jahren.